Food


Heutzutage ist es geradezu ein Massenphänomen geworden, die Food Fotografie, gleich an erster Stelle neben dem Selfie. Im Laufe der Jahrzehnte wurde die Fotografie schon oft als Massenphänomen bezeichnet, wann immer die Technologie es jedem erlaubt hat, Fotos zu machen. Schon in den Anfängen wurde dank Kodak die Fotografie jedem zugänglich, als Kameras so leicht mit einem einzigen Knopfdruck zu bedienen waren. In meinen Augen hatte aber Food Fotografie immer einen speziellen Platz, es war eine Nische, die nur gewissen Profis zugänglich war. Seit jeder aber ein Smartphone und instagram hat, werden jeden Tag unzählige Fotos vom Brunch, dem Kaffee zwischendurch oder dem Abendessen gepostet. Ich muss bekennen, das eine oder andere Mal habe auch ich zum Smartphone gegriffen, bevor ich ich zu essen angefangen habe.

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Vor 6 Jahren aber, als ich mit der Fotografie angefangen habe, lange bevor ich ein Smartphone oder instagram hatte, war Food Fotografie noch kein Teil meines Portfolios. Vor 2 Jahren dann hatte ich einen dieser inspirierenden Momente und habe innerhalb kürzester Zeit eine kleine Bilderserie kreiiert. Alles was ich dazu gebraucht habe, war ein Schneidebrett aus Holz, ein paar dieser Muffinförmchen aus Papier, ein paar Beeren und Nüsse. Fotografiert habe ich mit Tageslicht, am Schreibtisch neben dem Fenster. Vom ersten Foto war ich so begeistert, dass ich in den nächsten Tagen noch 2 weitere gemacht habe.

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Was mir an diesen Fotos so gut gefällt? Ihre Einfachheit! Mit minimalem Aufwand und ohne teures Equipment habe ich meine ersten Schritte in den Bereich Food Photographie gemacht. Wenn ihr das auch probieren möchtet, braucht ihr auch nur auf wenige Basics zu achten:

● Seid euch über den Inhalt des Fotos im vorhinein bewusst, damit ihre ein klares Bild vor Augen habt, wie das Endergebnis auszuschauen hat. Ihr könnt vor dem Shooting das Essen anrichten und ein paar Testfotos schießen, um eventuelle störende Objekte rechtzeitig zu entdecken oder einen besseren Blickwinkel zu finden.

● Verwendet einen einfärbigen klaren Hintergrund und entfernt alles, was im Foto als störend erachtet werden könnte. Eine saubere Tischplatte, ein weißes Tischtuch, ein schöner Teller, oder, wie bei mir, ein Schneidebrett aus Holz können als gute Unterlage dienen.

● Wählt immer gutes Tageslicht, indem ihr das ganze Setup neben einem Fenster platziert; am besten eignet sich indirektes Tageslicht. Direkte Sonnenstrahlen, Blitzlicht oder künstliches Licht von einer Lampe können hässliche Schatten auf das Subjekt werfen, sodass viele Details im Foto nicht mehr gut zu erkennen sind. Wenn das Licht im Fenster zum ausgewählten Zeitpunkt nicht günstig ist, könnt ihr einen durchsichtigen Vorhang als Diffuser benutzen oder mit einem Reflektor arbeiten.

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Ob ich diese Serie erweitern werde, weiß ich noch nicht. Aller guten Dinge sind 3 und zur Zeit bin ich sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Ein weiteres Food-Projekt ist aber schon lange in Planung und ich hoffe, dass ich es euch auch bald präsentieren kann.

Abschalten


Vor etwa einer Woche habe ich mir nach sehr langer Zeit meine analoge Kamera geschnappt und ein paar Fotos geschossen. Der Film war schon sehr alt und es waren nur noch ein paar freie Bilder von insgesamt 36 möglich, aber irgendwie habe ich es monatelang hinausgeschoben, den Film zu füllen und zum Entwickeln zu bringen. Als ich dann wieder mal einen freien Sonntag hatte – was sehr sehr selten vorkommt – habe ich meine Kamera einfach um den Hals gehängt und sie mitgenommen, damit auch die restlichen Fotos endlich fertig werden.

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Ich muss zugeben, ich war selber überrascht, als ich die Fotos nur wenige Tage später in der Hand hatte und ich mir wieder bewusst wurde, wie alt der Film war, und wann ich diese Fotos aufgenommen habe. Das ist mit Sicherheit eins der besten Seiten der analogen Fotografie, vor allem, wenn man so selten wie ich analog fotografiert. Der Überraschungsfaktor ist riesengroß, wenn die Fotos entwickelt werden und alle Erinnerungen auf einmal wieder zurückkommen.

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Unter diesen Fotos habe ich welche gefunden, die mich an einen wunderschönen Tag von letztem Sommer erinnern, an dem wir zu zweit eine kleine Wanderung in Wien unternommen haben. An so einem heißen Tag war der kühle Schatten der Bäume im Schottenwald eine angenehme Abwechslung. Leider führte uns der Weg nach Hause wieder durch die Stadt und durch die niederdrückende Hitze. Trotzdem kann ich so einen Stadtwanderweg nur empfehlen. Die Routen kann man entweder online nachschauen, oder man kann sich im Rathaus eine Infobroschüre holen. Ein paar Stunden in der Natur, ein paar Stunden weg von PC, Arbeit und social media. Ein paar Stunden abschalten. Und wenn die Kamer auch analog ist, dann kann man so richtig die Natur genießen.

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Die Fotos von dieser Wanderung sind nicht sehr zahlreich, denn wenn ich die analoge Kamer mit habe, dann überlege ich immer ganz genau, was ich fotografiere und versuche, den Film nicht vollzumüllen, jedes Foto muss was Besonderes sein, ganz anders als bei der digitalen Spiegelreflexkamera, wo man auch mal ein paar Fehler machen kann. Das macht aber die Fotos umso wertvoller für mich. Das satte Grün der Bäume hat es mir sehr angetan, die bunten light leaks und das schöne Bokeh sind aber etwas, das ich speziell mit der analogen Fotografie verbinde, weswegen ich an solchen Tagen gerne öfters einen Gang runterschalten möchte, und nur noch ein paar analoge Bilder festhalte. Weniger ist oft mehr.

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Make-Up Workshop mit Roxi


Letzten Samstag wurde ich von Roxi eingeladen, bei ihrem Workshop Fotos zu machen. Es war das erste Mal, dass ich Event Fotos geschossen habe und ich war dementsprechend etwas aufgeregt, aber auch sehr begeistert über die neue Freundschaft und die Gelegenheit, meinen Arbeitsbereich zu erweitern.
Der Workshop fand im May Fine Art Studio im 19. Bezirk statt und ich war von Anfang an ganz begeistert von der Location. Das Studio liegt in einem Altbau und besteht dadurch aus großen hellen Räumen, die viel Licht zum Fotografieren, und, was für Roxi auch ganz wichtig war, fürs Schminken bieten. Das Studio dient als Raum für diverse Workshops, als Zeichenschule, aber auch als Gallerie, denn in allen Räumen hängen zahlreiche Zeichnungen von Damir May, der Künstler, der mit seiner Frau dieses Studio führt.

In diesem künstlerischen Millieu wurden wir herzlichst von Mila May empfangen, die für den Workshop den Raum vorbereitet hat und sich um Organisatorisches kümmert. Für die Gäste standen schon bald Getränke und ein paar Kekse bereit und die Tische und Stühle wurden in die richtige Position gerückt.

Roxi kommt ursprünglich aus Rumänien und wir haben schon bald festgestellt, dass wir auch beide aus der gleichen Stadt kommen. Sie ist 22 Jahre alt und wohnt nun seit 2  Jahren in Wien. In Wien hat sie ihren ersten Make-Up Kurs abgeschlossen bei Gianni Colores und darauf einen zweiten in Rumänien besucht bei Sinziana Iaru. Sie bietet Make-Up für verschiedene Anlässe an: Tages-Make-Up, festliches Make-Up, Hochzeits-Make-up und Make-Up für ein professionelles Fotoshooting. Auf diesem Weg sind wir uns auch bei facebook  begegnet und wir haben uns schon bald auf eine langfristige Zusammenarbeit geeinigt.

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Roxis Arbeit, die sie bei facebook auch schon präsentiert, hat mir sehr gut gefallen; ihre professionelle Art und die Begeisterung, mit der sie über Make-Up beim Workshop gesprochen hat, haben mich aber ein für alle mal überzeugt, dass sie genau die Person ist, mit der ich als Fotografin zusammenarbeiten möchte. Als ich Roxi fragte, wieso sie Make-Up Artist geworden ist, sagte sie ganz einfach, weil sie sich in diesem Beruf wiederfindet. Es hat als eine Leidenschaft angefangen, die später zu ihrem Beruf wurde, und die Zufriedenheit ihrer Kunden liegt ihr sehr am Herzen. Das konnte ich dann auch live erleben, denn Roxi ist eine sehr herzliche aber doch professionelle junge Frau, die sich um die Anliegen ihrer Kunden kümmert und sich voll und ganz darauf konzentriert.

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Der Workshop am Samstag war an Anfänger gerichtet und hat eine ganze Breite an Themen behandelt, um eine gute Fundierung der Kenntnisse zu sichern. Roxi hat Schritt für Schritt erklärt, wie man das Gesicht richtig reinigt und pflegt, bevor man mit dem Schminken beginnt, wie man den eigenen Hauttyp bestimmt, damit man im Folgenden auch die richtigen Produkte aussuchen kann. Die Teilnehmerinnen haben erfahren, wie man die richtige Foundation wählt, welche Farben zu der eigenen Haut- und Augenfarbe passen, und wie man das Make-Up für verschiedene Situationen im Alltag anpasst.

Was auf keinen Fall bei einem Workshop fehlen darf: die Praxis! Roxi hat ihr theoretisches Wissen mit allen geteilt,  hat Fragen beantwortet und ein paar Geheimnisse ihrer Branche verraten, aber sie hat nicht vergessen, die Teilnehmerinnen mit einzubeziehen. So durfte jede einzige der Anwesenden die Produkte in die Hand nehmen und begutachten, Fragen dazu stellen, und selber Puder und Lidschatten auftragen, um die richtige Technik zu erlernen. Dafür stand ein Model bereit, das ausgezeichnete Ausdauer bewiesen hat und selber genauso viel Spaß hatte, wie die Teilnehmerinnen.

Die 2 Stunden sind wie im Flug vergangen und obwohl ich nur im Hintergrund tätig war und nicht aktiv am Workshop teilgenommen habe, kann ich euch allen nur empfehlen, Roxi eine Nachricht zu schreiben und selber einmal daran teilzunehmen. Der nächste Workshop findet Samstag, dem  25. Juni 2016, von 17-19 Uhr im May Fine Art Studio statt, und ihr könnt euch über facebook anmelden.  Im Anschluss noch ein paar Links, für alle, die Interesse am  Workshop haben und mehr über Roxi und das May Fine Art Studio erfahren möchten:
Make-Up Artist – Roxi Larrsson
Facebook Page – Make up by Roxie
Für den Workshop anmelden – Beginner Workshop

Location – May Fine Art Studio
Facebook – May Fine Art Studio